2010 wurde das Wassersystem im Harz zum Unesco Weltkulturerbe 33. in Deutschland ernannt. Das erbaute Wassersystem im Harz wird auch Oberharzer Wasserregal genannt, erbaut aus verschienden Teichen und Kanälen. Die Harzer-Wasserwirtschaft sorgte bereits Ende des 17. Jahrhundert für eine ausreichende Versorgung des Bergbau mit Wasserkraft. So konnten Harzer-Bergleute (Kumpel) bereits zu der Zeit in Tiefen von ca. 300m vordringen um Silber und Buntmetalle zu fördern. Mit der enormen Wasserkraft wurden Wasserräder betrieben, diese waren wiederrum an Pumpen angeschlossen um Energie zu gewinnen. Weiter wurde diese Wasserkraft für die Einfuhr in die Gruben benutzt. Teile der Teiche wurden zum entwässern der Stollen verwendet. Der Oderteich war bis ins 19. Jahrhundert Mitteleuropas größte Talsperre mit 1,668 Mio. Kubikmeter Staukapazität. Laut Kulturministerium wurden für das Harzer Wassersystem im Oberharz (Unesco Weltkulturerbe 2010) insgesamt 149 Teiche, rund 500 Kilometer Gräben, 160 Kilometer Wasserstollen und 30 Kilometer größere Wasserläufe angelegt. Die größte Wasseranlage der Welt hat heute noch eine Fläche von ca. 1000 Hektar. Heute sind noch 63 Teiche, 70 Kilometer Gräben und ca. 21 Kilometer Wasserläufe in Betrieb. Teile der restlichen Teiche und Gräben sind ausgetrocknet aber noch erhalten. Die noch genutzten Teile des Wassersystems werden von den Harzerwasserwerken unterhalten und betrieben. Diese versorgen Teile Niedersachsens noch heute mit Trinkwasser der Mittelgebirgs-Talsperren. Das kulturelle Erbe ist bei Wanderern sehr beliebt und wird stehts gut besucht. Die Besucherströme im Wandergebiet Harz werden in Zukunft, seit Ernennung als Weltkulturerbe ansteigen.
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